{"id":10232,"date":"2024-11-13T01:40:08","date_gmt":"2024-11-13T00:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mediapartizan.at\/?p=10232"},"modified":"2025-01-28T22:33:28","modified_gmt":"2025-01-28T21:33:28","slug":"watergate-in-klagenfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mediapartizan.at\/?p=10232","title":{"rendered":"&#8222;Watergate&#8220; in Klagenfurt"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p>In den \u201eGuardian\u201c schafft es nicht jeder. Das britische Medium gilt auf der Insel als wichtigste Zeitung im linken Spektrum. Das Blatt ist \u00fcber 200 Jahre alt, tagt\u00e4glich erreicht es Millionen Leser. Whistleblower Edward Snowden etwa arbeitete mit dem \u201eGuardian\u201c zusammen, als er die NSA-Files ver\u00f6ffentlichte, die weltweit Kritik hervorriefen, weil amerikanische Geheimdienste quasi die ganze Welt abh\u00f6rten.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Doch es gibt auch F\u00e4lle, in denen man ungewollt in den \u201eGuardian\u201c kommt. Das ist der Landeshauptstadt Klagenfurt gelungen. Und zwar mit der <em>\u201ewater crisis\u201c<\/em>, wie es der &#8222;Guardian&#8220; nannte. Der Trinkwasser-Krise. Die wurde von den Klagenfurter Stadtwerken (STW) am 18. Oktober zwar f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt, als das Leitungswasser in der gesamten Stadt wieder freigegeben wurde. Doch das britische Blatt will zuvor starke Emp\u00f6rung unter den Einwohnern der Landeshauptstadt ausgemacht haben. Und die Zeitung bringt die Trinkwasser-Krise \u2013 medienethisch riskant \u2013 in Verbindung mit dem Vorpreschen der FP\u00d6 bei der letzten Nationalratswahl. Motto: Das bringe das Fass zum \u00dcberlaufen und davon profitiere die blaue Partei.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>\u00d6l im Feuer der Emp\u00f6rung<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Geht es nach STW-Vorstand Erwin Smole, war die \u201ewater crisis\u201c aber gar keine. \u201eDefinieren wir Krise\u201c, sagte er der Kleinen Zeitung. \u201eWir haben weiterhin eine aufrechte Wasserversorgung. Es gibt die Empfehlung, Wasser abzukochen. Eine Krise w\u00e4re es, wenn es keine Wasserversorgung geben w\u00fcrde.\u201c Smole kassierte f\u00fcr diese Kaltschn\u00e4uzigkeit nicht nur Kuschelkommentare, bei einigen goss er damit wohl noch \u00d6l ins Feuer der Emp\u00f6rung.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Nadel im Heuhaufen<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>\u00dcber die Ursache der Verunreinigung des Trinkwassers mit F\u00e4kalbakterien wussten die STW nicht genau Bescheid. Es sei ein \u201eeinmaliger Eintrag von einem Achtelliter Wasser\u201c gewesen, antwortet die STW-Pressestelle auf Anfrage. Smole erw\u00e4hnt in einem Video das Volumen, in das dieser F\u00e4kal-Achtelliter gelangt sei: \u201e26 Millionen Liter.&#8220; Dieses Achtel zu finden gleicht nat\u00fcrlich der sprichw\u00f6rtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Smoles Nicht<em>&#8211;<\/em>Krise<em> <\/em>dauerte \u2013 bezogen auf das gesamte Stadtgebiet und den Zeitpunkt der ersten Messung \u2013 immerhin vier Wochen. Die STW gehen davon aus, \u201edass die Verunreinigung durch eine unsachgem\u00e4\u00dfe Nutzung eines Hydranten, eine fehlerhafte Hausbrunnenverbindung mit unserem Leitungsnetz oder eine private Baustelle mit Wasserleitungsbezug entstanden ist\u201c. Eine Altersschw\u00e4che des Wasserleitungsnetzes der STW schloss Smole bei einer Pressekonferenz aus.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Fast 400 Jahre f\u00fcr die Netzerneuerung<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Mediapartizan wurden nun geheime Unterlagen zugespielt, die deutlich machen, wie wenig den STW die Erneuerung des eigenen Wassernetzes wert war. Insgesamt sprechen wir von rund 900 Rohr-Kilometern, rund 600 davon Hauptleitungen, durch die das Wasser flie\u00dft. Gemessen wird die Erneuerung mit der sogenannten Rehabilitationsrate. 2017 etwa, zeigt eine interne STW-Grafik, kam das Unternehmen auf 0,26 Prozent Rehabrate. Bei einem Prozent w\u00e4re das gesamte Netz rechnerisch in 100 Jahren erneuert. Bei 1,5 Prozent in 67 Jahren. <\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Im Jahr 2000 etwa kam der Versorger laut dieser Grafik auf 0,76 Prozent, 2010 auf 0,78 Prozent. Dann verschlechtern sich die Werte bis 2015 (0,92 %). 2017 dann wie erw\u00e4hnt das Absacken auf 0,26 Prozent. Oder rechnerisch: 384 Jahre f\u00fcr die Gesamteuerneuerung. Das ist eine 2017-Momentaufnahme. Smole und Harald Tschurnig, das der Vollst\u00e4ndigkeit halber, begannen ihre Vorstandst\u00e4tigkeit erst 2019.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Die Zahlen aus den vertraulichen STW-Unterlagen divergieren zum Teil zu den Raten, die der Rechnungshof (RH) 2023 ver\u00f6ffentlicht hat. Im vorigen Jahr waren die STW laut Auskunft wieder bei 1,06 Prozent. 9,7 Millionen Euro wurden 2023 in das Netz investiert, 2024 sollen es neun Millionen werden. Man spricht von einer Verdreifachung der Investitionen verglichen mit 2010. <\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Erwin-Smole.png?resize=238%2C384&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-10235\" width=\"238\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Erwin-Smole.png?w=534&amp;ssl=1 534w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Erwin-Smole.png?resize=186%2C300&amp;ssl=1 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/figure>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><\/p>\n<p>&#8222;Es gibt nirgendwo ein Leck oder ein Loch, wo diese Verunreinigung permanent reinkommt.&#8220;<\/p>\n<p><cite>Erwin Smole, STW-Vorstand, (c) STW\/Gleiss<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Millionen versickern im Erdreich<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Warum ist die Rehab-Rate so bedeutsam: Weil die STW Millionen durch versickertes Wasser verloren und wohl noch immer immense Betr\u00e4ge im Erdreich versickern. Der RH stellte fest, dass die Wasserverluste im Leitungsnetz von 2018 bis 2021 rund 5,33 Millionen Kubikmeter betrugen. Bewertet zu einem Verkaufspreis von 1,21 Euro je Kubikmeter \u201eentsprach dies 6,47 Millionen Euro\u201c, so der RH. Die Pr\u00fcfer errechneten, dass das Netz eine Wasserverlustrate von bis zu 17 Prozent habe. 2023 betrug diese laut STW 14 Prozent (im Verh\u00e4ltnis der gef\u00f6rderten Jahreswassermenge).<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Deal mit Schaschl <\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Trotz des versickerten Nasses verf\u00fcgen die STW aber \u00fcber gen\u00fcgend Wasser. Nicht nur in umliegenden Brunnenanlagen, sondern skurrilerweise auch in den Karawanken. Dort beginnt die Stadt Klagenfurt, da- mals waren die STW noch Teil des Magistrats, lange vor der Jahrtausendwende mit dem Ankauf von riesigen Grundst\u00fccken. Millionen Quadratmeter gehen \u00fcber den Ladentisch. Titel der Aktion: \u201eStrategische Wasserreserve f\u00fcr die Landeshauptstadt\u201c. Einer der Verk\u00e4ufer ist kein Unbekannter: Industriekapit\u00e4n Erhard Schaschl. In dessen Stiftung befinden sich etwa die Anteile an der Treibacher Industrie AG. Von Schaschl wandern im Februar 2003 rund 55,5 ha an die STW. Kaufpreis: 1,14 Millionen Euro. \u00dcber zwei Euro pro Quadratmeter.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Ein anderer Grundst\u00fccksverk\u00e4ufer, im Vergleich zu Schaschl unbekannt (deshalb ungenannt), erh\u00e4lt Ende 2002 exakt 1,2 Millionen Euro f\u00fcr 129 ha Karawankenfl\u00e4che. Oder 0,93 Euro am Quadratmeter. Weniger als die H\u00e4lfte dessen, was Schaschl lukrierte.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Karawanken_VisitVillach.at_.png?resize=603%2C353&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-10240\" width=\"603\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Karawanken_VisitVillach.at_.png?resize=1024%2C600&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Karawanken_VisitVillach.at_.png?resize=300%2C176&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Karawanken_VisitVillach.at_.png?resize=768%2C450&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Karawanken_VisitVillach.at_.png?w=1062&amp;ssl=1 1062w\" sizes=\"auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stadt und STW kauften um Millionen Karawankengrundst\u00fccke, die bis heute ungenutzt sind.<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Fruchtgenussrecht f\u00fcr die STW<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Diese beiden Grundst\u00fccke befinden sich im Besitz der STW. Weitere Millionen Quadratmeter geh\u00f6ren der Stadt Klagenfurt. Die STW haben ein Fruchtgenussrecht auf diesen Grundst\u00fccken. Das ist dem Grundbuch zu entnehmen. Der Energieversorger hat die Quadratmeterpreise offenbar Jahre sp\u00e4ter (nochmalig) \u00fcberpr\u00fcft. Auch das geht aus internen Papieren hervor. So scheint der Preis f\u00fcr Wald in den 1980er Jahren bei f\u00fcnf bis zehn Schilling gelegen zu haben (0,36 bis 0,72 Euro).<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Mindestens 30 Millionen Euro f\u00fcr Karawankenleitung<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Aber trotz der Millionen-Ank\u00e4ufe wurde nie eine Leitung gebaut, die das Wasser nach Klagenfurt schleusen w\u00fcrde. Das argumentieren die STW zwar damit, dass die Karawankenquellen wie erw\u00e4hnt \u201eals strategische Reserve f\u00fcr die Zukunft gekauft wurden\u201c. Und die Wasserversorgung f\u00fcr Klagenfurt auch so \u201ezu 100 Prozent gesichert ist\u201c &#8211; was der Realit\u00e4t entspricht. Die fl\u00fcssige Kostbarkeit kommt aus vier Gro\u00dfanlagen. \u201eDrei w\u00fcrden reichen\u201c, sagt ein langj\u00e4hriger STW-Mitarbeiter, der ungenannt bleiben m\u00f6chte. \u201eDie vierte ist Reserve.\u201c<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Aber auch die Kosten, das Wasser von den Karawanken zum n\u00e4chstm\u00f6glichen Brunnen in Straschitz zu transportieren, d\u00fcrften ein Grund daf\u00fcr gewesen sein, dass die 35-km-Leitung nie gebaut wurde. Aus \u00e4lteren STW-Unterlagen geht hervor, dass diese Leitung fast 30 Millionen Euro gekostet h\u00e4tte. Heute wahrscheinlich bedeutend mehr.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Eine \u201eWasserkrise\u201c gibt es aber auch anderswo. Daf\u00fcr muss man vom Berg wieder ins Tal, nach Klagenfurt. Am S\u00fcdring soll bekanntlich das neue Klagenfurter Hallenbad entstehen. Die Stadt Klagenfurt hat daf\u00fcr ein endf\u00e4lliges Darlehen \u00fcber 50 Millionen Euro aufgenommen. Kosten soll es aber laut Kleiner Zeitung schon mehr als 70 Millionen. Sechs Millionen davon sind bereits weg: F\u00fcr Vor- und Planungsarbeiten, wie SP\u00d6-Stadtr\u00e4tin Constance Mochar in einer Gemeinderatssitzung Ende Oktober erkl\u00e4rte. Die lang bef\u00fcrchtete Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (UVP) ist vom Tisch. Dennoch: Durch Beschwerden von Anrainern beim Bundesverwaltungsgericht k\u00f6nnte sich der Bau noch verz\u00f6gern.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Gutachten:<\/strong> <strong>Altes Hallenbad war schon 2016 hochriskant<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise h\u00e4tte es aber nicht so weit kommen m\u00fcssen. Wie aus einem geheimen Gutachten aus dem Jahr 2016 (!) hervorgeht, m\u00fcsste dem Aufsichtsrat der STW schon seit damals bewusst gewesen sein, dass \u00fcber dem alten Hallenbad in der Klagenfurter Gasometergasse der Siechenhammer h\u00e4ngt. Zwar geht aus dem Gutachten hervor, dass \u201edie f\u00fcr die Benutzung erforderlichen Trag- und Standsicherheiten und die Gebrauchstauglichkeiten der Einzelbauteile (&#8230;) gegeben sind\u201c. Taucht man allerdings tiefer ins alte Hallenbad ein, sollte mindestens seit 2016 v\u00f6llig klar sein: \u201eDas gegenst\u00e4ndliche Geb\u00e4ude hat den Zeitrahmen der technischen Nutzungsdauer bereits vier Jahre \u00fcberschritten.\u201c Womit erstmal best\u00e4tigt ist, dass bereits vor zw\u00f6lf Jahren, im Jahr 2012, ein neues Hallenbad da h\u00e4tte sein sollen. \u201eSchwachstellen am Geb\u00e4ude sind jene Bauteile, deren Nutzungsdauer aufgrund der Materialeigenschaften und der Materialkomponenten eine begrenzte Lebensdauer aufweisen\u201c, so der Gutachter. Das Bad wurde dann 2021 geschlossen. Wegen statischer Verschlei\u00dferscheinungen. Seither sitzt Klagenfurt am Trockenen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-13-um-02.06.37.png?resize=650%2C346&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-10293\" width=\"650\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-13-um-02.06.37.png?resize=1024%2C546&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-13-um-02.06.37.png?resize=300%2C160&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-13-um-02.06.37.png?resize=768%2C410&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-13-um-02.06.37.png?resize=1536%2C820&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-13-um-02.06.37.png?w=1544&amp;ssl=1 1544w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">STW-Vorstand Erwin Smole sch\u00e4tzte das alte Hallenbad im Februar 2020 in einer Gemeinderatssitzung noch als &#8222;top in Schuss&#8220; ein. Eineinhalb Jahre sp\u00e4ter musste es geschlossen werden.<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Warnung in den Wind geschlagen<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Der Gutachter nimmt auch eine Risikoeinsch\u00e4tzung vor: Ab 2017 prognostiziert er eine abgelaufene technische Nutzungsdauer. Das Risiko von 2017 bis 2023 sch\u00e4tzte er schon damals als \u201ehoch\u201c ein. Das alte Hallenbad ge\u00f6ffnet zu lassen, war m\u00f6glicherweise zwar rechtens \u2013 das Gutachten wurde aber offenbar nicht sonderlich ernst genommen, das Schrillen der Alarmglocken verhallte ohne gravierende Folgen. Noch 2020 erkl\u00e4rten die STW, das alte Hallenbad &#8211; man nannte es die &#8222;alte Dame&#8220; &#8211; halte noch durch. Das Gegenteil war dann im August 2021 der Fall: Chiuso.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Hoch-Risiko.png?resize=736%2C239&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-10239\" width=\"736\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Hoch-Risiko.png?resize=1024%2C333&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Hoch-Risiko.png?resize=300%2C97&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Hoch-Risiko.png?resize=768%2C249&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.mediapartizan.at\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Hoch-Risiko.png?w=1398&amp;ssl=1 1398w\" sizes=\"auto, (max-width: 736px) 100vw, 736px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schon 2016 wurde das alte Klagenfurter Hallenbad als hochriskant eingesch\u00e4tzt.<\/figcaption><\/figure>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>W\u00e4re der \u201eGuardian\u201c wieder einmal in der Stadt, er w\u00fcrde wohl dar\u00fcber berichten, dass Klagenfurt die einzige Stadt mit Wasser in H\u00fclle und F\u00fclle ist, in dem man aber nicht baden kann &#8211; weil kein Hallenbad da ist.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>(c) Visit Villach, STW Gleiss<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Klagenfurt schaffte es mit der &#8222;water crisis&#8220; in den britischen &#8222;Guardian&#8220;. Beim Wassernetz wurde jahrelang gespart. In den Karawanken kauften Stadt und Stadtwerke Riesenfl\u00e4chen f\u00fcr Wasserversorgung. Mit Industriekapit\u00e4n Erhard Schaschl wurde Millionendeal abgeschlossen. 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