Es sind wahrlich keine leichten Zeiten für Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. Seit Monaten rumort es in den Stadtwerken (STW) Klagenfurt wegen der sogenannten Stromvertriebs-Causa. Der Strom-Vertrieb der STW ist außerhalb des heimischen Einzugsgebiets über eine Handelsagentur und Subvertriebler und darunter wieder Subvertriebler strukturiert. Vor wenigen Monaten wollten die STW der PR Beteiligungsholding GmbH einen Vertriebsvertrag geben. Das war offenbar dem angestammten Primärvertriebler, der Unique Energy GmbH, ein Dorn im Auge. Infolge sollte es zu einem Verwaltungsgerichtsverfahren kommen, das aber abgeblasen wurde, weil die Unique Energy auf ihrem Podestplatz blieb. Seither wird um Millionen gestritten, wie dem neuen „Profil“ zu entnehmen ist.
Zweiter Schauplatz
Für Smole ist das aber offenbar nicht die einzige Herausforderung. Wie Recherchen von Mediapartizan.at ergaben, dürfte neben den STW auch eine andere Firma die Aufmerksamkeit Smoles brauchen: Seine eigene. Smole ist 100-Prozent-Eigentümer der Smole Energy Solutions GmbH, die 2015 ins Firmenbuch eingetragen wurde. Also vier Jahre bevor Smole neben Harald Tschurnig STW-Chef wurde.
Eigenkapital im Minus
Und um die Firma steht es nicht sonderlich rosig. Der Jahresabschluss der Smole Energy Solutions GmbH ist im Oktober 2025 im Firmenbuch eingelangt. Und er zeigt, dass das Bilanzjahr 2024 vermutlich nicht nach Wunsch verlaufen ist. So ist das Eigenkapital mit rund 70.000 Euro im Minus. Eine Verschlechterung um circa 14 Prozent gegenüber 2023. Der Bilanzverlust beträgt rund 149.000 Euro, auch das eine negative Entwicklung um etwa sechs Prozent verglichen mit dem Jahr davor. Die Verbindlichkeiten wurden um rund zwei Prozent auf gut 137.000 Euro abgebaut. Die Kapitalrücklagen belaufen sich auf rund 45.000 Euro.
Smole: „Firma wird aufgelöst“
Damit konfrontiert, sagt Smole, dass „die Firma aufgelöst wird“. Er legt Wert auf die Feststellung, dass das Unternehmen schon „bevor ich STW-Vorstand geworden bin, bestanden hat und dem Aufsichtsrat gemeldet wurde“. Es gebe keine Überschneidung mit STW-Geschäftsfeldern. Er habe die GmbH zum Halten von Beteiligungen gegründet. „Die letzte wird jetzt gerade abgestoßen“, sagt Smole. Das sei aber schon vor Erscheinen dieses Berichts geplant gewesen.

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