Peter Jost hat Post bekommen. Und die dürfte ihn gefreut haben. Denn der Absender war die Staatsanwaltschaft (StA) Klagenfurt. Inhalt: „Benachrichtigung von der Einstellung des Verfahrens“. Drei Jahre lang war gegen Jost ermittelt worden. Und zwar wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs, oder wie es genau heißt: „Strafbare Handlungen unter Ausnützung einer Amtsstellung“. Es ging um Überstunden und Zulagen (die Jost jedoch zustanden).
„Zur Gänze eingestellt“
„Die Ermittlungen sind zur Gänze eingestellt worden“, bestätigt der Leiter der Medienstelle der StA Klagenfurt, Markus Kitz. Damit ist Jost im Gegensatz zu Bürgermeister Christian Scheider (FSP) alle rechtlichen Sorgen los. Gegen Scheider wurden zwar unlängst Ermittlungen eingestellt, in einem Strang – wegen Anwaltsrechnungen –, wird gegen Scheider aber nach wie vor ermittelt.
Jost, der sich seit Anfang 2024 in Pension befindet, ist der Ansicht, dass „die anonyme Anzeige einen zeitlichen Konnex zu meiner damaligen Vertragsverlängerung hatte“. Scheider hatte Jost im Dezember 2022 im Alleingang dienstverlängert, was Protest bei den anderen Parteien (gegen Scheiders Vorgehen) auslöste. Ende 2023 musste Jost dann doch in den Ruhestand treten.
Die Vergleichskosten von mehr als 300.000 Euro müssen nach Scheiders Angaben die Parteigänger der FSP privat bezahlen.
Jost ist „erfreut, dass dieses Schauspiel nach drei Jahren endlich zu Ende ist“. Im Rathaus fürchtete und verehrte man ihn. In Erinnerung sein „Rückkehrkampf“ ins Rathaus, als Scheider (in dessen erster Regierungsperiode) Jost 2010 suspendierte. Grund: Eine vermeintlich unzulässige Zulage. Auch dabei wurde bei Strafermittlungen nichts gefunden und Jost kehrte 2013 unter Applaus von Mitarbeitern auf den Sessel des Magistratsdirektors zurück.
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