Der STANDARD veröffentlichte vorgestern folgende Geschichte von mir: „Bürokraft aus Klagenfurter Rathaus sitzt auf 1800 Überstunden“. Die Story schaffte es bis in die „Frankfurter Rundschau“. Die Online-Geschichte am Portal des STANDARD verzeichnet rund 900 Kommentare. In der Story geht es um eine Person, die in einem Klagenfurter Regierungsbüro arbeitet und mehr als 1.800 Überstunden angehäuft hat. Zuerst war die Kraft im Bürgermeisterbüro beschäftigt, später im Büro von Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP). Während der Beschäftigung im Bürgermeisterbüro war Jonke dort Büroleiter und damit derjenige, der im Büro von Bürgermeister Christian Scheider (FSP) operativ den Ton angab.
Nun stellt sich folgende Frage: Wer hat in der Zeit zwischen 14. März 2022, da wurde die Person bei der Stadt angestellt, und heute die mehr als 1.800 Überstunden genehmigt? Wenn es Jonke als Büroleiter und später Vizebürgermeister war, gehört er zur Verantwortung gezogen. Zusätzliche Brisanz erhält der „Überstundenskandal“, wie ihn die FPÖ in einer Presseaussendung bereits nennt, weil die Person genau für jene Partei tätig ist, in der Jonke Obmann ist: Der FSP. Die Person steht sogar am Wahlvorschlag 2021.
1.800 Stunden sind in einer Normal-Dienstzeiten-Rechnung mehr als ein Jahr Zeitausgleich. Zusätzlich hat die Person über 800 Urlaubsstunden. Das sind fast 21 Wochen. Womit sich insgesamt auch die Frage stellt, ob die Stadt in dieser Sache ihrer Fürsorgepflicht gegenüber der Bürokraft nachgekommen ist.
Die Empörung ist groß: FPÖ, Grüne und NEOS haben in Presseaussendungen ihre Ablehnung zur jüngsten Überstunden-Causa im Rathaus kundgetan.
Das scheint mir genug Stoff zu sein, um im Gemeinderat die Anfrage zu starten, wer genau die Überstunden dieser Bürokraft genehmigt hat.
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